HVO 100 - erneuerbarer parafinischer Dieselkraftstoff!
HVO ist ein paraffinischer Kraftstoff gemäß DIN EN 15940, der aus Rest- und Abfallstoffen sowie Altspeisefetten und -ölen gewonnen wird. Er kann in freigegebenen Dieselmotoren ohne technische Umrüstung in beliebigem Verhältnis oder als HVO100 in Reinform genutzt werden. Wie stark die Treibhausgasemissionen gegenüber fossilem Diesel sinken, wird über den gesamten Lebensweg von der Rohstoffgewinnung bis zur Verbrennung berechnet und im Nachhaltigkeitsnachweis jeder Lieferung ausgewiesen. Bezugsgröße ist der fossile Vergleichswert nach der 38. BImSchV. Für die
von uns gelieferte Ware liegt der Wert bei mindestens 85%. Den Nachweis legen wir Ihnen zur Lieferung vor.


Rohstoffe und Herstellung
HVO wird durch Hydrierung geeigneter biogener Ausgangsstoffe hergestellt. Hierfür können beispielsweise gebrauchte Speiseöle und -fette sowie weitere geeignete Rest- und Abfallstoffe eingesetzt werden. Welche Rohstoffe tatsächlich verwendet werden und welche Treibhausgaswerte damit verbunden sind, hängt von der jeweiligen Herkunft und Lieferkette des gelieferten HVO100 ab.
Durch die Nutzung geeigneter Rest- und Abfallstoffe kann der Einsatz eigens für die Kraftstoffproduktion erzeugter Rohstoffe vermieden oder reduziert werden. Entscheidend ist dabei die konkrete Rohstoffherkunft des jeweiligen Produkts.

Technisches Profil und Mischverhältnisse und Freigabe
HVO100 entspricht der Kraftstoffnorm DIN EN 15940 für paraffinische Dieselkraftstoffe. HVO unterscheidet sich in seinen Eigenschaften von herkömmlichem Dieselkraftstoff nach DIN EN 590, unter anderem durch seine geringere Dichte. Weitere Eigenschaften sind beispielsweise eine hohe Cetanzahl sowie eine gute Lager- und Kältestabilität. Bei geeigneten Motoren kann HVO100 ohne technische Umrüstung eingesetzt werden. Voraussetzung ist jedoch immer die entsprechende Freigabe des Fahrzeug-, Motoren- oder Maschinenherstellers für Kraftstoffe nach DIN EN 15940 bzw. für HVO/XTL. HVO kann außerdem – soweit technisch und vom Hersteller zugelassen – in Mischungen mit konventionellem Dieselkraftstoff verwendet werden.

Emissionen bei der Verbrennung
Die Verwendung von HVO kann gegenüber konventionellem Dieselkraftstoff das Emissionsverhalten bestimmter Motoren beeinflussen. Abhängig von Motor, Abgasnachbehandlung und Betriebsbedingungen können insbesondere Emissionen von Ruß beziehungsweise Partikeln sowie weitere Schadstoffemissionen geringer ausfallen. Die konkreten Werte sind jedoch vom jeweiligen Fahrzeug bzw. Motor und dessen Betriebsbedingungen abhängig. Eine pauschale Reduzierung sämtlicher Schadstoffemissionen kann daher nicht für jede Anwendung bestätigt werden.

Einsatzmöglichkeiten
HVO100 wird unter anderem eingesetzt in:
- Nutzfahrzeugen und Speditionen
- Bussen und kommunalen Fahrzeugflotten
- Schienenfahrzeugen
- Bau- und Arbeitsmaschinen
- landwirtschaftlichen Maschinen
- weiteren für EN 15940 freigegebenen Dieselmotoren.
Insbesondere bei bestehenden Fahrzeug- und Maschinenflotten kann HVO100 eine Möglichkeit darstellen, die mit dem eingesetzten Kraftstoff verbundenen Treibhausgasemissionen zu reduzieren, ohne die vorhandene Antriebstechnik grundsätzlich auszutauschen. Entscheidend sind die Herstellerfreigabe sowie die tatsächlichen Treibhausgaswerte des eingesetzten HVO100.
